In jüngster Zeit hat sich die Verwendung von Infrarot-Temperaturmessgeräten, insbesondere im Bereich der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit, weit verbreitet. Diese Geräte, die häufig in Flughäfen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Orten zu sehen sind, dienen dazu, die Körpertemperatur schnell und nicht-invasiv zu messen. Es wurden jedoch Bedenken hinsichtlich der potenziellen Schädigung der Augen bei Exposition gegenüber Infrarotstrahlung geäußert. In diesem Artikel können wir ein klares Verständnis dafür erlangen, ob die Infrarot-Temperaturmessung ein Risiko für die Augen darstellt.
Infrarot-Temperaturmessung verstehen
Infrarot-Temperaturmessgeräte, oft als Infrarotthermometer oder Wärmebildkameras bezeichnet, nutzen Infrarotstrahlung, um die Temperatur eines Objekts oder einer Person zu erfassen und zu messen. Diese Geräte arbeiten, indem sie die vom Körper abgegebene Infrarotstrahlung erfassen und in einen Temperaturwert umwandeln. Die Messung erfolgt typischerweise durch Fokussierung des Infrarotsensors auf das Ziel, wie z. B. die Stirn oder das Handgelenk.
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Infrarotstrahlung und Augensicherheit
Es ist wichtig, zwischen zwei Arten von Infrarotstrahlung zu unterscheiden: Nahinfrarot (NIR) und thermisches Infrarot (TIR). Nahinfrarotstrahlung liegt im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts und wird häufig in Technologien wie Fernbedienungen und Glasfaserkommunikation verwendet. Thermische Infrarotstrahlung hingegen hat längere Wellenlängen und ist mit Wärmedetektion und Wärmebildgebung verbunden.
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Passive Infrarot-Temperaturmessung, die sich auf die Erfassung der von einem Objekt oder einer Person abgegebenen thermischen Strahlung stützt, gilt als sicher und schadet den Augen nicht. Im Gegensatz zu aktiven Infrarotsystemen, die Infrarotstrahlung aussenden, emittieren passive Infrarotsysteme selbst keine Strahlung. Stattdessen erfassen sie passiv die vorhandene Infrarotstrahlung, die von Objekten in ihrem Sichtfeld emittiert wird.
Passive Infrarot-Temperaturmessgeräte, wie z. B. Wärmebildkameras oder Infrarotthermometer, arbeiten, indem sie die natürlichen Wärmesignaturen erfassen, die von Objekten emittiert werden. Sie emittieren keine schädliche Strahlung, die potenziell die Augen schädigen oder Schäden verursachen könnte. Diese Geräte sind so konzipiert, dass sie die von Objekten emittierte Infrarotstrahlung empfangen und interpretieren, ohne ein Risiko für die Augen der gemessenen Personen darzustellen.
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Es ist wichtig zu beachten, dass passive Infrarot-Temperaturmessgeräte häufig in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, darunter Gesundheitswesen, Gebäudeautomation und Sicherheitssysteme, ohne dass nachteilige Auswirkungen auf die Augensicherheit gemeldet wurden. Wie bei jedem Messgerät oder jeder Technologie ist es jedoch ratsam, diese gemäß den Anweisungen und Richtlinien des Herstellers zu verwenden, um Sicherheit und Genauigkeit zu gewährleisten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die passive Infrarot-Temperaturmessung als sicher für die Augen gilt, da sie keine schädliche Strahlung aussendet. Diese Geräte basieren auf der Erfassung der natürlichen Infrarotstrahlung, die von Objekten emittiert wird, was sie zu einer nicht-invasiven und augenfreundlichen Methode der Temperaturmessung macht.

